KulturNetz Mannheim Rhein-Neckar
Raum für Kultur
3. offener Brief an OB Dr. Kurz
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Kurz,
sehr geehrte Damen und Herren Bürgermeister,
sehr geehrter Herr Kulturbürgermeister Grötsch,
sehr geehrte Frau Kulturamtsleiterin Schirra,
sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderats,
aller guten Dinge sind drei, so möchte man fast sagen, wo wir nun doch tatsächlich zu unserem
dritten offenen Brief ansetzen müssen. Das Thema ist noch immer das alte, allein die Entwicklung
geht voran und zwar – trotz aller vertröstenden Worte – weiterhin nur sehr einseitig. Der Umbaubeginn des Bürgersaals in N1 rückt in greifbare Nähe und es ist, im Gegensatz zu früheren Ankündigungen, meist nur noch von einem weiteren Nutzer des Saals (neben dem Oststadttheater) zu lesen: dem Filmfestival.
In früheren Reaktionen auf unsere beiden ersten offenen Briefe wurde zwar zugesichert, dass geprüft werde, an welchen Terminen auch andere Gruppen und Veranstalter den Saal in N1 nutzen können, nun hat es aber den Anschein, dass die gesamte Planung des Umbaus andere Nutzungen außen vor lässt. Auch wurde unser mehrfach schriftlich bekundetes Angebot zum Ideenaustausch, zu Anregungen konstruktiver und inhaltlicher Art bisher noch nicht in Anspruch genommen und entgegen diverser Ankündigungen kam noch niemand in irgendeiner Form zu diesem Thema auf uns zu.
Darum tragen wir unser Anliegen, unsere Forderung, heute ein weiteres Mal vor: Wir würden es sehr begrüßen und halten es für die Mannheimer Kulturszene für überaus wichtig, dass der Saal in N1 (oder ggf. eine neu zu schaffende innenstadtnaher Spielstätte) für verschiedene Veranstaltungen zu erschwinglichen Konditionen zur Verfügung steht. Ein Spielort, der für Künstler aus der Region sowie für Gastspiele rentabler wäre als die begrenzten Räumlichkeiten des Musik-Kabarett Schatzkistl, aber auch nicht so teuer und groß wie beispielsweise der Rosengarten, würde die Mannheimer Kulturszene beleben und neue Möglichkeiten eröffnen.
Es wäre in diesem Zusammenhang äußerst wünschenswert, wenn durch Schaffung eines entsprechenden Spielorts nicht nur ein einzelnes Mannheimer Ensemble unterstützt würde, sondern wenn entsprechende Aufwendungen dem gesamten Kulturbetrieb zugute kämen, so wie es ursprünglich vonseiten der Stadt auch für den Kahnweilersaal einst vorgesehen war. Eine Verwaltung durch die Stadt erschiene uns daher sehr sinnvoll, ebenso wie auch eine neutrale Namensgebung für die neue Spielstätte.
Man sollte die augenblickliche Chance zu einem Neubeginn mit Raum für vielfältige kulturelle Angebote nutzen. In diesem Zusammenhang sollte die Möglichkeit nicht vertan werden, andere Nutzer evtl. schon jetzt bei der Planung miteinzubeziehen. Um ganz konkret zu werden:
Der Saal in N1 sollte an mindestens 10 Wochenenden im Jahr auch anderen Kulturschaffenden zu fairen Mietkonditionen zur Verfügung stehen. Wir bitten alle an kultureller Vielfalt in Mannheim Interessierten um Unterstützung dieses Anliegens.
Bei derlei hohen Investitionssummen sollte mehr als nur eine ausgewählte kleine Gruppe davon profitieren. Zumal eine Nutzung durch Andere für dieses eine Ensemble keinerlei wirtschaftliche Verschlechterung darstellt, bietet die gegenüber der momentanen Situation dann in N1 deutlich erhöhte Sitzplatzkapazität ja die Möglichkeit, eventuell „fehlende Termine” leicht auszugleichen.
Ergänzend sei dazu noch angemerkt, dass das aller Voraussicht nach irgendwann einmal zur Umsetzung kommende Zentrum für darstellende Künste keine Alternative zum Saal in N1 sein kann, denn zum einen weiß noch niemand, ob und wenn ja wann und wo genau ein solches Zentrum entstehen wird, zum anderen wird eine derartige Einrichtung eine inhaltliche Konzeption erhalten, die es nicht zulassen wird, dass die Räume zwischendurch an unterschiedlichste Gruppen vermietet werden. Der Saal in N1 hingegen ist nicht nur baulich, sondern auch von der inhaltlichen Konzeption her sehr geeignet für verschiedene kulturelle Angebote.
Wenn gewünscht stehen wir sehr gerne jederzeit für einen Ideenaustausch zur Verfügung, gerne steuern wir Anregungen konstruktiver und inhaltlicher Art bei. Auch dieses Angebot erneut in unveränderter Form.
Herzliche Grüße vom KulturNetz,
Sabine Frey, Bettina Hauck, Frank Bürkle
3. Offener Brief
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wOrtwechsel
Kurpfalz trifft Bayern im Wittelsbacherjahr
Das KulturNetz Mannheim Rhein-Neckar hisst die „weiß-blaue Fahne“
Das neue Jahr 2013 steht in der Metropolregion Rhein-Neckar im Zeichen der Wittelsbacher. Rund um die 2. Ausstellung der Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen „Die Wittelsbacher am Rhein. Die Kurpfalz und Europa“, die ab Herbst in den Reiss-Engelhorn-Museen (rem) gezeigt wird, beteiligen sich Kulturschaffende aus über 40 Orten am „Wittelsbacherjahr 2013“ und sorgen schon jetzt mit einem bunten Veranstaltungsprogramm für Vorfreude auf den Höhepunkt im Kulturjahr.
Auch das KulturNetz Mannheim Rhein-Neckar bringt sich in das Jahresprogramm des Festjahres ein und beleuchtet mit ausgewählten Veranstaltungen augenzwinkernd die kurpfälzische Lebensart. Das Programmheft für den Zeitraum März bis Juni 2013, das nun vorgestellt wurde, präsentiert insgesamt 17 Veranstaltungen, die mit den signifikanten weiß-blauen Rauten gekennzeichnet sind und in denen Bezug auf die bedeutende Adelsdynastie genommen wird, die von 1214 bis 1803 in der Kurpfalz regierte.
„wOrtwechsel – Kultur an außergewöhnlichen Orten“ präsentiert zur Eröffnung der Ausstellung im Mannheimer Wasserturm unter dem Motto Kurpfalz trifft Bayern sechs Tage lange unterschiedlichste bayrische Schmankerl.
Von bayrischen Kabarett-, Comedy- oder Theaterveranstaltungen über traditionelle Musikabende mit Schuhplattler und Jodeln, ist für jeden Bayern-Liebhaber etwas dabei.
Zu den Terminen
Lange Nacht der Museen 2013 im Wasserturm
Stephanie Neigel mit Band & Dietmar Brixys Bilder
Wir freuen uns, Ihnen am 20. April 2013 zur „Langen Nacht der Museen“ eine besondere Veranstaltung zu präsentieren: Kunst- und klangvoll beleben wir das Innere des Wasserturms! Auch dieses Jahr! Exklusiv für Sie! Und wieder unter der Leitung des Kulturnetzes Mannheim Rhein-Neckar.
Lassen Sie sich mitnehmen auf eine synästhetische Entdeckungsreise!
Genießen Sie die Ausstellung „Discover -Dietmar Brixy“ im berühmten Wahrzeichen der Stadt – umrahmt von einem Konzertabend der Mannheimer Sängerin Stephanie Neigel & Band!
Nicht von ungefähr lautet der Titel der Ausstellung von Dietmar Brixys (*1961) enorm eruptiver, zeitgenössischer Schichtenmalerei „Discover“. Denn wir laden Sie bewusst ein, eine ganze Bandbreite seiner satten, saftigen und spannungsgeladenen Malerei, die schon lange weit über die Grenzen der Region Furore macht, buchstäblich zu „entdecken“:
Wie sie zwischen Abstraktion und Figuration hin- und heroszilliert. Wie sich Brixys künstlerische Handschrift neu weiterentwickelt hat. (Weil er seine Malerei als Kompositionen versteht, welche die Farbe als leeren Raum begreifen und den interpretierbaren Malgestus als gleich gewichtig daneben stellen). Dies alles ganz im Vorrübergehen! In einem 60 Meter hohen Gebäude. Mit einem Durchmesser von 19 Metern. In dem weltbekannten Mannheimer Wasserturm.
Zahlreiche Arbeiten sind extra für diese aktuelle Präsentation im Wahrzeichen der Stadt auf die Leinwände gebracht. Sie werden mit ausgesuchten, früheren Gemälden sowie einer großen „Bubble-Installation“ kombiniert. Es gibt also wahrlich vieles zu „discovern“!
Dieses genussvolle „Kunsterwandern“ wird mit einem Ohrenschmaus vervollkommnet: Die junge Mannheimer Sängerin Stephanie Neigel präsentiert mit ihrer Band aktuelle Songs ihrer neuen CD. Mit einem Hauch Blues, Soul und Jazz versehen, erzählen sie von Ereignissen, Momenten und Stimmungen des Lebens. Sie sprühen förmlich vor Lebenslust und Energie – und verzaubern auch durch melancholische Momente. Wir sagen also „Discover“ auf ganzer Linie!
Kommen Sie mit, auf diese synästhetische Reise. Und lassen Sie während des Konzerts die einzigartigen Farbkompositionen auf sich wirken. Ein gelungenes Zusammenspiel von mitreißender Musik und ergreifenden Bildern an diesem ganz besonderen Ort! An diesem ganz besonders kunstvollen Abend.
Lange Nacht der Museen Mannheim
Samstag, 09. April 2011
19.00 bis 02.00 Uhr
Wasserturm am Friedrichsplatz, Mannheim
Kindertheater "gesternsachen"
Premiere in den Reiss-Engelhorn-Museen
Am Sonntag, den 14.04.2013, laden die Reiss-Engelhorn-Museen und das KulturNetz Mannheim Rhein-Neckar zur Premiere des Kindertheaterstücks „gesternsachen“ ein. Für große wie kleine Besucher dreht sich an diesem Nachmittag alles ums Erinnern und darum, warum es Museen gibt. Die Aufführung macht die Bedeutung von Museen für Kinder erfahrbar.
Angelika Baumgartner studierte Schauspiel an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Graz und war u.a. Ensemblemitglied am Schnawwl. In „gesternsachen“ spielt sie den acht Jahre alten Rico, dessen Zuhause durch einen Brand vollkommen zerstört ist. All seine Sachen sind für immer weg. Nun sitzt er verzweifelt bei den Nachbarn und schweigt. Er weiß nicht was er denken und fühlen soll. Was macht man, wenn man gar nichts mehr hat? Was bleibt dann noch übrig? Und was passiert, wenn man alles vergisst?
Jenny, die Nachbarstochter kann ihn verstehen, denn auch sie musste einmal alles zurücklassen und ganz neu anfangen.
Gemeinsam schleichen sie sich in die Brandruine und suchen in der Asche nach Dingen aus Ricos Kinderzimmer. Nach Gesternsachen - damit er sich erinnern kann.
Das Buch zum Stück stammt aus der Feder von Steffen Herbold, die Regie führte Julius Jensen. Das Kindertheaterstück ist in Kooperation zwischen den Reiss-Engelhorn-Museen und dem KulturNetz Mannheim Rhein-Neckar entstanden.
Nach der Premiere kann das Theaterstück auch an Schulen aufgeführt werden. Bei Interesse werden Buchungen unter 0621-2933771 oder unter buchungen.rem@mannheim.de entgegengenommen.
RAUM FÜR KULTUR
2. Offener Brief an OB Dr. Kurz
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Kurz,
sehr geehrter Herr Kulturbürgermeister Grötsch,
sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderats,
eine Entscheidung ist offenbar (beinahe) gefallen, wie im Mannheimer Morgen zu lesen stand.
Die Stadt Mannheim plant, den Bürgersaal in N1 aufwändig umbauen und als Theaterraum herrichten zu lassen. Dies ist ohne Zweifel eine sehr gute Idee, war der Saal doch seit längerer Zeit beinahe ungenutzt und hatte kaum noch eine sinnvolle Funktion, ein Saal, laut MM „nackt und mit der Anmutung einer großen Garage”.
Das KulturNetz hatte schon seit Jahren immer wieder mal angeregt, diesen Raum etwas veranstaltungsfreundlicher auszustatten, der Vorschlag war aber von Seiten der Stadt nie aufgenommen worden. Nun soll es also doch etwas werden, was an sich ja sehr zu begrüßen ist. Allerdings soll diese Investition der Stadt allen vorangegangenen Bitten verschiedenster Künstler und auch des KulturNetzes zum Trotz nun tatsächlich nur einem einzigen Ensemble zugute kommen. Zumindest kann man der Stadt nicht vorwerfen, dass sie nicht klare Worte fände, wenn im Mannheimer Morgen zu lesen steht, dass „an eine generelle Freigabe des Raumes für andere Theatergruppen und Kultureinrichtungen nicht gedacht werde”.
„Wir müssen leider draußenbleiben” heißt es da für alle anderen.
Es ist erfreulich und schön, dass das Oststadttheater einen neuen Spielraum erhält und dadurch sein Fortbestehen gesichert wird.
Unerfreulich ist hingegen, dass dies andere Gruppen und Veranstalter benachteiligt, zum einen dadurch, dass die nicht derartige städtische Förderung erhalten, zum anderen aber auch insofern, als ein weiterer städtischer Raum, der zuvor wenigstens noch theoretisch anmietbar war (wenn auch teuer und ohne wirkliche Eignung), damit für die allgemeine Nutzung verloren geht. Es steht zu befürchten, dass sogar die Musikhochschule, die derzeit regelmäßig dort probt, sich wird umorientieren müssen. Mit der „werde er sprechen”, so wurden Sie, Herr Grötsch im MM zitiert.
Einer erfreuliche Entwicklung also für das Oststadttheater, ein Schlag ins Gesicht aller anderen Gruppen und Veranstalter.
Bei einem Briefwechsel im Jahre 2009, damals ging es um das Collini-Center-Hallenbad, das mit großen finanziellem Aufwand für das Oststadttheater hergerichtet werden sollte, schrieben Sie, sehr geehrter Herr Grötsch, dem KulturNetz „dabei können wir uns sehr gut vorstellen, das auch andere Nutzer von dieser Spielstätte partiziperen können” und „sobald wir detaillierter planen können, nehmen wir mit Ihnen Kontakt auf”.
Wir haben unsererseits immer wieder versucht, mit Ihnen im Gespräch zu bleiben, haben immer wieder an unser Anliegen erinnert, einen bezahlbaren Raum für kulturelle Veranstaltungen in der Größenordnung 300 bis 400 Plätze zu schaffen, auch verschiedene regionale Künstler haben sich mit diesem Anliegen an Sie gewandt, wir haben konstruktive, konzeptionelle Anregungen, Gespräche, Treffen angeboten, bislang ist die Stadt Mannheim darauf nie eingegangen.
Darum wiederholen wir heute unsere Bitte in unveränderter Form:
Wir würden es sehr begrüßen und halten es für die Mannheimer Kulturszene für überaus wichtig, wenn der Saal in N1 (oder ggf. ein neu zu schaffender Spielort) für verschiedene Veranstaltungen zu erschwinglichen Konditionen zur Verfügung stehen könnte. Ein Spielort, der für Künstler aus der Region sowie für Gastspiele rentabler wäre als die begrenzten Räumlichkeiten des Musik-Kabarett Schatzkistl, aber auch nicht so teuer und groß wie beispielsweise der Rosengarten, würde die Mannheimer Kulturszene beleben und neue Möglichkeiten eröffnen.
Es wäre in diesem Zusammenhang äußerst wünschenswert, wenn durch Schaffung eines entsprechenden Spielorts nicht nur ein einzelnes Mannheimer Ensemble unterstützt würde, sondern wenn entsprechende Aufwendungen dem gesamten Kulturbetrieb zugute kämen, so wie es ursprünglich von seiten der Stadt auch für den Kahnweilersaal einst vorgesehen war.
Eine Verwaltung durch die Stadt erschiene uns in diesem Zusammenhang sehr sinvoll, ebenso wie auch eine neutrale Namensgebung für die neue Spielstätte.
Ein seinerzeit aus dem Ruder gelaufenes Konzept sollte nicht in unveränderter Form ein weiteres Mal probiert werden. Vielmehr sollte man die augenblickliche Chance zu einem Neubeginn mit Raum für vielfältige kulturelle Angebote nutzen.
Wenn gewünscht stehen wir sehr gerne jederzeit für einen Ideenaustausch zur Verfügung, gerne steuern wir Anregungen konstruktiver und inhaltlicher Art bei. Auch dieses Angebot in unveränderter Form.
Herzliche Grüße vom KulturNetz,
Sabine Frey, Bettina Hauck, Frank Bürkle
2. Offener Brief
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RAUM FÜR KULTUR
Offener Brief an OB Dr. Kurz
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Kurz,
sehr geehrter Herr Kulturbürgermeister Grötsch,
sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderats,
mit großem Interesse verfolgen wir die Presseberichte zum Thema Raum für Kultur in Mannheim. Bitte gestatten Sie uns, einige unserer Gedanken, die wir zum Teil schon 2009 in einem Briefwechsel formulierten, vorzutragen:
Derzeit wird u.a. intensiv über einen neuen Spielort für das Oststadt-Theater nachgedacht und viele verschiedene Alternativen werden diskutiert. Wir freuen uns, dass die Stadt Mannheim sich engagieren möchte, um einem Mannheimer Ensemble mit möglicherweise großem finanziellem Aufwand einen neuen Spielort zur Verfügung zu stellen.
Das KulturNetz Mannheim Rhein-Neckar würde es – wie übrigens viele in der Region tätigen Künstler auch – allerdings sehr begrüßen, wenn diese Investition nicht nur einem einzigen Mannheimer Ensemble zugute käme, sondern wenn der neue Veranstaltungsort auch von anderen Künstlern, Künstlergruppen, Kulturinstitutionen und Veranstaltern zu günstigen, städtischen Kultur-Konditionen angemietet werden könnte.
In der Tat ist es so, daß in Mannheims Zentrum seit langem ein geeigneter und bezahlbarer Spielort der Größenordnung „Kahnweilersaal” fehlt. Jener war als städtischer Saal ursprünglich genau dafür gedacht, nämlich vielfältigen Aufführungen und Events Raum zu bieten.
Im Laufe der Jahre wurde eine andere Nutzung als die durch das Oststadt-Theater aber leider immer weniger möglich. Das Oststadt-Theater empfand sich mit der Zeit immer mehr als Hausherr, eine andere Nutzung des Saales war unerwünscht.
Versuche, den Saal für einzelne Veranstaltungen mit verschiedenen Künstlern anzumieten, scheiterten immer wieder.
Das KulturNetz hat in der Vergangenheit etliche Anstrengungen unternommen, alternative Spielorte zu erschließen, leider bislang erfolglos, da entsprechende Räume nicht vorhanden sind. Auch Veranstaltungen beispielsweise im Stadthaus N1 gestalteten sich bisher schwierig und als finanziell nicht tragbar, die Anmietung des Saales in N1 ist sehr teuer, der Saal ist für das genannte Segment eher zu groß und auch von der Ausstattung und dem Ambiente bisher nicht geeignet. Die Feuerwache schließlich war vor etlichen Jahren noch eine Alternative, verfolgt inzwischen jedoch ein eigenes künstlerisches Konzept.
Wir haben also in Mannheim keinen bezahlbaren Spielort, an dem Kleinkunst, Kabarett, Musik oder Theater mit einer Zuschauerzahl von ca. 300 bis 350 Personen stattfinden kann. Ein solcher Raum wäre ein großer Gewinn für die Mannheimer Kulturszene, denn Kultur findet ja nicht nur in Rosengarten- und SAP-Arena-Größenordnung statt.
Dies wird inzwischen auch von etlichen Gemeinderäten so gesehen und befürwortet, nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund der immer wieder von Kulturschaffenden und Kulturverwaltenden auch auf nationaler und sogar internationaler Ebene vorgetragenen Schelte, was das mangelnde Engagement der Stadt Mannheim für die freie Szene und die kulturelle Vielfalt betrifft. Kulturelle Vielfalt braucht Raum, auch kleinere und vor allem bezahlbarere Räume als die großen Arenen der Unterhaltung.
Ein neuer Spielort für ein einzelnes Ensemble – auch wenn es sich ohne Frage großer Beliebtheit erfreut – kann nicht die Antwort einer Stadt, die sich gerne auf dem Weg zur Kulturhauptstadt sieht, auf breitgefächerte kulturelle Bedürfnisse sein.
Es herrscht ein Ungleichgewicht beim Engagement der Stadt: Die ganz großen Projekte werden beherzt angegangen und da spielen ein paar Millionen mehr oder weniger keine Rolle und die kleineren kulturellen Projekte müssen oft genug aus akutem Geldmangel die Segel streichen, obwohl mitunter im Vergleich nur lächerliche Summen fehlen.
Zum Ausgangspunkt zurück: Wir würden es sehr begrüßen und halten es für die Mannheimer Kulturszene für überaus wichtig, wenn der Saal in N1 oder ggf. ein neu zu schaffender Spielort für verschiedene Veranstaltungen zu erschwinglichen Konditionen zur Verfügung stehen könnte. Ein Spielort, der für Künstler aus der Region sowie für Gastspiele rentabler wäre als die begrenzten Räumlichkeiten des Musik-Kabarett Schatzkistl, aber auch nicht so teuer und groß wie beispielsweise der Rosengarten, würde die Mannheimer Kulturszene beleben und neue Möglichkeiten eröffnen.
Es wäre in diesem Zusammenhang äußerst wünschenswert, wenn durch Schaffung eines entsprechenden Spielorts nicht nur ein einzelnes Mannheimer Ensemble unterstützt würde, sondern wenn entsprechende Aufwendungen dem gesamten Kulturbetrieb zugute kämen, so wie es ursprünglich von seiten der Stadt auch für den Kahnweilersaal einst vorgesehen war.
Eine Verwaltung durch die Stadt erschiene uns in diesem Zusammenhang sehr sinvoll, ebenso wie auch eine neutrale Namensgebung für die neue Spielstätte.
Ein seinerzeit aus dem Ruder gelaufenes Konzept sollte nicht in unveränderter Form ein weiteres Mal probiert werden. Vielmehr sollte man die augenblickliche Chance zu einem Neubeginn mit Raum für vielfältige kulturelle Angebote nutzen.
Wenn gewünscht stehen wir sehr gerne jederzeit für einen Ideenaustausch zur Verfügung, gerne steuern wir Anregungen konstruktiver und inhaltlicher Art bei.
Herzliche Grüße vom KulturNetz
Sabine Frey Bettina Hauck Frank Bürkle
Offener Brief
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Max Baltruschat - Tenor
Die CD
Geboren 1906 in Berlin, von Friedrich Holländer entdeckt, kam Max Baltruschat nach Engagements in Hildesheim und Stettin 1938 nach Mannheim. Hier gehörte er als Tenor, genauer Tenor Buffo, fast zwei Jahrzehnte lang zum Ensemble des Mannheimer Nationaltheaters. Publikum wie Feuilletonisten gleichermaßen haben immer wieder seine stimmliche Prägnanz und seine überzeugende Spielfreude hervorgehoben.
Nach der völligen Zerstörung des Nationaltheaters im 2. Weltkrieg gehörte er mit zu den ersten Künstlern, die Ende 1945 in der „Schauburg“, einem ehemaligen Kino in der Breiten Straße, den Spielbetrieb wieder aufnahmen.
Aus diesen denkwürdigen Jahren stammen die vier Live-Aufnahmen, die, ursprünglich auf Schellack verewigt, jetzt für eine Maxi- CD nachbearbeitet wurden. So entstand ein kleines Zeitdokument der legendären Mannheimer „Schauburg-Ära“.
Begleitet von Orchester und Chor des Nationaltheater Mannheims sind folgende Lieder auf der Maxi- CD zu hören:
1. WOLGALIED aus „Zarewitsch“ von Franz Lehár
2. ACH WIE SO HERRLICH ZU SCHAUN aus „Eine Nacht in Venedig“ von Johann Strauss
3. DURCH DIESEN KUSS SEI UNSER BUND GEWEIHT aus „Der Bettelstudent“ von Karl Millöcker, Duett mit Herta Schmidt
4. FÜR EINE STUNDE aus „Isabella“ von Friedrich Schröder
Gesamtspielzeit: ca. 20 Minuten
Die Maxi-CD ist bei Saturn Mannheim, Thalia Mannheim, im Museumsshop der Reiss-Engelhorn-Museen und im Shop des Nationaltheaters erhältlich. Sie können die Maxi-CD auch bequem per Email bestellen. Senden Sie uns hierzu eine Mail mit Anzahl/Name/Adresse/Telefonnummer an cd@kulturnetz.de. Sie erhalten die Maxi-CD per Post zum Preis von 8,50 EUR zzgl. 3 EUR Versandkosten.
Peter und der Wolf & Peter und Don Quijote
Arnim Töpel & Kurpfälzisches Kammerorchester
Klassische Musik verträgt sich nicht mit Mundart? Von wegen! Die neue CD-Produktion des KulturNetz Mannheim Rhein-Neckar beweist gekonnt das Gegenteil. ARNIM TÖPEL , der »Philosoph unter den Kabarettisten« versteht es hervorragend, beides in Einklang zu bringen. Er haucht dem Klassiker PETER UND DER WOLF von Sergei Prokofjew mit seinem »Kurpälzer Dialeggd« auf eine besonders charmante und unvergleichliche Art und Weise Leben ein.
Geschickt verbindet er in PETER UND DON QUIJOTE meisterhaft die Orchestersuite Don Quijote von Georg Phillip Telemann mit der Handlung von PETER UND DER WOLF . In einem erzählerischen Kunstgriff lässt er Peter dem kleinen Vogel die Geschichte vom legendären spanischen Ritter erzählen und erschafft damit ein musikalisches Hörbuch der Extraklasse.
Freuen Sie sich auf eine unvergleichliche Fassung der berühmten Klassiker, brilliant eingespielt vom renommierten KURPFÄLZISCHEN KAMMERORCHESTER unter der musikalischen Leitung von Chefdirigent STEFAN FRAAS.
Hier gehts zum Bestellformular...
Musik-Kabarett SCHATZKISTL
99 neue Stühle für Mannheims schönstes Musik-Kabarett!
Das Schatzkistl dankt ganz herzlich für die großzügige Spende der "Marie-Luise und Normann Stassen Stiftung“.
„Für Mannheim ist es sehr wichtig, dass in der Vielfalt der kulturellen Darbietungen solche Mosaiksteine wie das Schatzkistl lebensfähig bleiben.“ - so der kulturbegeisterte Stiftungsgründer.
Einen ausführlicher Bericht im Mannnheimer Morgen finden Sie hier.
Die Ansprechpartner für Ihr Event.
Es begann wie so vieles, mit einer Vision: Musik, Theater und Literatur sollten über eine Koordinationsstelle so miteinander verknüpft werden, dass zwischen Künstlern, Publikum, Wirtschaft und Förderern ein ganzes Netzwerk aus stabilen Verbindungen entsteht. Mit der Gründung des KulturNetz Mannheim Rhein-Neckar im Jahr 1996 wurde die Vision Wirklichkeit.
Seither bereichert der Kulturverein unter Federführung des künstlerischer Leiter und Impresario, Peter Baltruschat, als regionales Unternehmen mit überregionaler Wirkung zunehmend die Kulturlandschaft mit eigenen Produktionen von Revuen und Shows über Musicals und Kabarett bis hin zu Lesungen und Benefizkonzerten.
Ein bedeutender Schwerpunkt im Wirken des KulturNetz liegt auf dem Betreiben des Musik-Kabaretts Schatzkistl, das inzwischen rund 160 Veranstaltungen pro Spielzeit auf seinem abwechslungsreichen Programm stehen hat.
Mit dem "Netz"gelingt es immer wieder, auch ganz große Fische der regionalen und nationalen Künstlerelite an Land zu ziehen, die nicht nur im hauseigenen Theater für Furore sorgen, sondern auch wesentlich zum Erfolg der Schlossfestspiele Edeseheim beitragen. Eine weitere Marke in Sachen kultureller Vernetzung wurde im Mannheimer Luisenpark mit der überaus erfolgreichen Veranstaltungsreihe Seebühnenzauber kreiert.
Veranstaltungsorte
- Schatzkistl
Das Musik-Kabarett im Mannheimer Hof - Schlossfestspiele Edesheim
Sommerfestspiele und Kellerzauber - Seebühnenzauber
Veranstaltungsreihe auf der Seebühne des Luisenparks Mannheim
- Alla gut! Verliebt ins Quadrat
Die musikalische Mannheim-Komödie mit Lisbeth & Schorsch - Bei Auftritt Mord
Ein musikalisch-satirischer Abend - Das Mädchen, das Uwe Seeler sein musste
Komödie in 2 Halbzeiten - Dinner for one... wie alles begann
Das Kult-Theaterstück nach dem bekannten Sketch - Do You Remember?
Highlights, Hits & Superstars aus 5 Jahrzehnten - Mannheim Mannem Monnem
Mannheim-Song-Sampler - Nierentisch & Caprifischer
Mannem in de 50er - Non(n)sens
Die himmlische Komödie von Dan Goggin - Sekretärinnen
Musical-Revue von Franz Wittenbrink - Souvenirs Souvenirs
Die 50er-Jahre-Revue - wOrtwechsel
Lesungen an außergewöhnlichen Orten
Sonstiges
- Die Legende von Bomber und Rose
Das Musical zum Stadtjubiläum





Engelhorn-Museen und im Shop des Nationaltheaters


